Stadtansichten Hansestadt Buxtehude
Zu Fuß durch die Hansestadt Buxtehude

Fotos aus der Märchenstadt.

Buxtehude, gibt es das wirklich?

Diese Frage höre ich oft, wenn ich mit dem Fahrrad unterwegs bin und über meine Heimatstadt spreche. Ja, die Stadt gibt es wirklich und sie ist wunderschön.

Einer Sage nach soll hier, auf der Buxtehuder Heide, der Wettlauf zwischen dem Hasen und dem Igel stattgefunden haben. Die Einzelhändler in der Innenstadt nehmen das nun zum Anlass, mit den Figuren zu werben und stellen sie vor ihre Geschäfte. 

Buxtehude, schlau, wer schon da ist“.

Diverse Daten

Im Jahr 1287 wurde Buxtehude erstmals urkundlich erwähnt. Heute ist es die zweitgrößte Stadt im Landkreis Stade und hat mehr als 40.000 Einwohner. Die Fachwerkhäuser in der Altstadt sind liebevoll restauriert und liegen teils am innerstädtischen Fleth und an Straßen mit Kopfsteinpflaster. 2014 wurde Buxtehude der Namenszusatz „Hansestadt“ verliehen. Ein Titel, den Buxtehude bereits um 1360 innehatte.

Sehenswertes in Buxtehude

Kirche St.Petri
Die evangelische Kirche St. Petri in Buxtehude ist eine Backstein-Basilika. Der neugotische Turm prägt das Stadtbild der Hansestadt. Die Grundsteinlegung der Kirche erfolgte im Jahr 1285. Im Jahr 1853 wurde der Turm durch einen Blitzschlag zerstört und nach Plänen eines Hamburger Architekten wieder aufgebaut.

St.Petri Kirche | Buxtehude 

Historisches Rathaus
Das Rathaus von 1418 und umliegende Gebäude wurden bei einem Brand im Jahr 1911 zerstört. Bei dem Neubau handelt es sich um einen Backsteinbau mit Eckturm. Heute beherbergt das Rathaus die Touristeninformation und das Standesamt.

Rathaus, Lange Straße
Rathaus |Buxtehude | Lange Straße

Statue „Buxtehuder Bulle“
Die Statue weißt auf den Buxtehuder Jugendliteraturpreis hin. Alljährlich wird in der Hansestadt der Preis „Buxtehuder Bulle“ für das beste erzählende Jugendbuch in deutscher Sprache verliehen. Das besondere an diesem Preis ist die Jury. Sie besteht aus elf Erwachsenen und elf Jugendlichen aus ganz Deutschland und wählt den Preisträger.  

Statue Buxtehuder Bulle,
Breite Straße | Buxtehude

Historische Fachwerkhäuser am Fleth
Hier lässt sich erahnen, wie früher in Buxtehude gebaut wurde. Im Fachwerkstil. Der Westfleth mit seinen schönen Fachwerkhäusern vermittelt noch einen ungefähren Eindruck.


Fachwerkhäuser am Westfleth | Buxtehude

Hansekogge
Die Hansekogge wurde nach Originalbauplänen im Maßstab 1:3 in einer Buxtehuder Schlosserei gefertigt. Buxtehude hat damit eine neue Sehenswürdigkeit die auf dem Kreisverkehr an der Estebrügger Straße ihren Platz gefunden hat. Sie ist fast acht Meter lang und hat einen etwa sechs Meter hohen Mast. An der Bordwand sind die neun Ortswappen und das Wappen der Stadt Buxtehude zu sehen. Das Segel zeigt das Kreuz der Hanse und das Stadtwappen von Buxtehude. 

Buxtehude | Hansekogge
Buxtehude | Hansekogge

Statue „Der Flethenkieker“
Die Aufgabe eines Flethenkiekers war es, die Wassertiefen in den Fleeten zu überwachen.

Der Flethenkieker

Marschtorzwinger

Der Marschtorzwinger ist der letzte von ursprünglich fünf Türmen der Stadtbefestigung in Buxtehude. Heute wird er für Ausstellungen genutzt.

 

Marschtorzwinger | Westfleth | Buxtehude

Malerschule
Die erste Malerschule überhaupt in Deutschland wurde im Jahr 1877 in Buxtehude gegründet. Hier machten Maler und Lackierer ihre Meisterausbildung. Da aber die Schülerzahlen immer weiter zurückgingen, wurde die Schule 2016 geschlossen. Heute wird das ansehnliche Gebäude für Seminare, Ausstellungen und Handwerkermessen genutzt.

 

Malerschule | Buxtehude | Hansestraße

Hochschule 21
Seit 1875 ist Buxtehude Standort einer höheren Bildungseinrichtung. Später wurde es die Staatliche Ingenieurakademie für Bauwesen. Ab 1971 wurde daraus die Fachhochschule Nordniedersachen.  Eine erneute Umbenennung in Hochschule 21 erfolgte im Jahr 2004. 

Hochschule 21 | Buxtehude  | Harburger Straße

Halepaghen-Brunnen am Petri Platz
Halepaghe wurde um 1430 in Buxtehude geboren. Er bekleidete wichtige Kirchenämter und war Zeit seines Berufslebens auf Recht und Ordnung innerhalb der katholischen Kirche bedacht. Er war als Lehrer auch tatkräftiger Gestalter der Lateinschule in Buxtehude. Er strebte an, religiöses Wissen und Allgemeinbildung zu vereinigen. Das Vermögen, dass er durch eigene Arbeit, Verkäufe aus Landbesitz und Verpachtungen von Ländereier erworben hatte, ging nach seinem Tod im Jahr 1485 in eine Stiftung über. Die Stiftung gilt als einer der ältesten in Deutschland und fördert noch heute Stipendien und kulturelles Engagement. Sein Denkmal steht auf dem Petri-Platz.


Halepaghen-Denkmal | Petri Platz | Buxtehude

Der Siebte Schornstein
Der Siebte Schornstein“ ist im Rahmen der Ausstellung A WHITER SHADE OF PALE – Kunst die aus den nordischen Ländern an der Unterelbe in Trägerschaft des Landesverbandes Stade errichtet worden. Die sechs Vorläufer der Buxtehuder Schonsteinskulptur sind in Schweden, Südkorea, Finnland und Deutschland entstanden. Jede Schonsteinskulptur ist jeweils einen Meter höher als ihr Vorgängerbau.

Kunstwerk – „Der siebte Schornstein„ |Buxtehude

Alte Markthalle
Die Alte Markthalle wurde ursprünglich als Viehmarkthalle gebaut. Das war im Jahr 1912. Im Herbst 1990 wurde in der Markthalle das Buxtehuder Brauhaus eröffnet. Dort konnte man nicht nur gut und deftig essen, sondern auch die selbst gebrauten Biere genießen. Alles lecker. Dann kam 2011 der Umbau des Buxtehuder Rathausquatiers. Das Brauhaus wurde geschlossen. Sehr schade. Dort, wo damals unser Stammtisch stand, steht heute Kleidung von diversen Modelabels. Außerdem „beherbergt“ das Brauhaus auch die Technikräume für die neu gebauten Modeläden. 

Markthalle (ehemaliges Brauhaus), Kirchstraße | Buxtehude