Radtour Ostfriesland 2016
Von Bremen-Vegesack nach Ostfriesland

Stationen der Tour: Lemwerder – Friesoythe – Papenburg – Emden – Norden – Greetsiel – Neuharlingersiel – Jever – Wilhelmshaven – Butjadingen –Bremerhaven – Bad Bederkesa

16. Juni bis 21. Juni 2016
6 Tage - 5 Übernachtungen
Ich

⇒ Donnerstag 16.06.2016

Von Bremen-Vegesack nach Friesoythe

Meine Frau brachte mich heute mit dem Auto zur Fähre nach Bremen-Vegesack. Dort begann meine Radtour nach und durch Ostfriesland. 

Die Fähre wartete schon und ich konnte das bepackte Rad direkt auf die Fähre schieben. Die Überfahrt über die Weser dauerte nur ein paar Minuten. Aber irgendwie kam gleich Urlaubsstimmung auf. Auf der anderen Seite angekommen startete nun meine Tour und ich fuhr in Richtung Friesoythe. Dort angekommen, machte ich eine kleine Pause und kümmerte mich um eine Unterkunft. Ich buchte eine kleine Blockhütte außerhalb von Friesoythe. Das gute Frühstück wurde im Gasthof nebenan serviert.

Tagesdaten: 64,00 Kilometer | 119 Höhenmeter | 4:20 Stunden Fahrzeit

⇒ Freitag, 17.06.2016

Von Friesoythe nach Ditzum
Der neue Radtag begann regnerisch. Meine Planung für heute stand fest, ich wollte über Papenburg auf jeden Fall bis zur Emsmündung fahren. Die ersten und die letzten 5 Kilometer sind bekanntlich die schwersten einer jeden Tagesetappe. So war es auch heute. Hinzu kam, dass der Regen nicht lange auf sich warten ließ. Und das sollte sich auch heute nicht großartig ändern. Aber gut gekleidet ist es zwar nicht schön so zu fahren, macht es aber erträglich. So fuhr ich am Küstenkanal entlang nach Papenburg, ohne ihn großartig zu sehen.

Halb durchgeweicht kam ich in Papenburg an, machte eine kleine Pause und fotografierte einige Wahrzeichen der Stadt. Später kam ich noch an der Meyer-Werft vorbei. Gewaltig. Das kann man im Foto gar nicht  wiedergeben.

Weiter ging es nach Weener. Immer an der Ems entlang. Mit Blick auf den kleinen Hafen rief ich bei der Touristeninformation an und hatte auf Anhieb einen Volltreffer. Heute Abend wohnte ich in einer kleinen Ferienwohnung in Pogum, direkt an der Ems. Fast war es mir schon peinlich, als mir eine ältere Dame die Wohnung zeigte, die für eine Nacht mein zu Hause sein sollte. Viel zu groß für einen allein reisenden Radfahrer. Im Erdgeschoss das Wohnzimmer inclusive Terasse und eine kleine Kochzeile. Im Obergeschoss das Schlaf- und Badezimmer.

Falls jemand dort hin möchte: Das Haus ist nicht zu verfehlen. Direkt gegenüber der Kirche in Pogum.

Ein Frühstück wurde nicht angeboten. Das war aber nicht schlimm, erreichte ich doch am Morgen den Lebensmittelmarkt in Ditzum in wenigen Radminuten.

Tagesdaten: 81,22 | 475 Höhenmeter | 5:13 Stunden Fahrzeit

⇒ Samstag, 18.06.2016

Von Ditzum nach Greetsiel  

Es war 8.30Uhr als ich mit meinem bepackten Rad nach Ditzum fuhr und beim Bäcker auf der Terrasse Platz nahm. Vorher hatte ich mein Frühstück bestellt. Ich ließ es mir schmecken. Das Wetter war gut, den Regen von gestern habe ich schon wieder vergessen. Ich freute mich auf die heutige Tour.

Nachdem ich mich gestärkt hatte, ging es wieder aufs Rad, runter zu Fähre, mit der ich die Ems überquerte. Ich fuhr die 12 Kilometer bis Emden immer in Richtung Nordseeküste und kam dabei immer durch kleine, schöne Orte.

Mein heutiges Tagesziel war der malerische Fischerort Greetsiel, auf den ich mich schon freute. Ich war schon dort und hatte ihn auch wegen der zahlreichen Fotomotive in guter Erinnerung. Aber bis dahin musste ich noch einige Kilometer trampeln. Hinter der Ortschaft Heiselhusen war ich dann an der Küste. Der Radweg ging nun immer geradeaus am Deich entlang bis nach Greetsiel.

Natürlich bin ich einen kleinen Umweg gefahren um den „Otto“-Leuchtturm in Pilsum zu besuchen. Man kann ihn nicht verfehlen, leuchtet er doch schon von Weitem mit der gelben und roten Lackierung. Kurz bevor ich ihn erreichte, musste ich wieder meine Regenkleidung anziehen. So machte ich einige Fotos und fuhr weiter nach Greetsiel. Dort angekommen, suchte ich Schutz vor dem Regen und stellte mich am Feuerwehrhaus unter. Ich nutzte die Zeit, um mich um eine Unterkunft zu kümmern.

Heute hatte ich wieder Glück. Der zweite Anruf war ein Treffer. Ich buchte für eine Übernachtung im Hotel Schatthaus. Jetzt wo ich das Zimmer sicher hatte, war mir auch der Regen egal. Gefreut habe ich mich, als ich an der Rezeption erfahren habe, dass ich buchstäblich das letzte Bett erhalten habe. Ein altes Gebäude sehr gepflegt strahlt vor ostfriesischer Gemütlichkeit. Abends saß ich im Fischrestaurant und habe lecker gegessen.

Das Hotel ist sehr zu empfehlen. Sehr sauber, gutes Frühstück, Internet und das alles für 30€ pro Person

Tagesdaten: 52,38 Kilometer | 91 Höhenmeter | 6:34 Stunden Fahrzeit | 

⇒ Sonntag, 19.06.2016

Von Greetsiel nach Hage
Ich habe wie immer auf dieser Tour sehr gut geschlafen und ließ mir nun das Frühstück schmecken. Gute Auswahl am Frühstücksbuffet dazu Ostfriesentee. Da fängt doch der Tag ganz gut an. Später als sonst, es ist jetzt kurz nach 10.00 Uhr saß ich auf dem Rad. Das war aber egal, hatte ich doch heute nur eine kleine Tour zu fahren. Ziel war die Stadt Hage. Dort war ich zum Abendessen beim Italiener verabredet.

So ging es ganz gemütlich von Greetsiel aus über Marienhafe, Wirdum, Upgant-Schott nach Hage. Große Auswahl an Unterkünften gab es hier nicht. Ein Hotel hatte Betriebsferien. So blieb mir als Übernachtungsmöglichkeit ein griechisches Lokal mit Zimmervermietung. Das Zimmer habe ich als ein wenig schmuddelig in Erinnerung.

Abends beim Italiener: Kurz gesagt, es war einfach lecker.

Tagesdaten: 36,89 Kilometer | 31 Höhenmeter | 3:00 Stunden Fahrzeit | 

⇒ Montag, 20.06.2016

Von Hage nach Jever
Wenngleich das Zimmer nicht meinen Vorstellungen von Sauberkeit entsprach, so war ich vom Frühstück mehr als überrascht. Es gab kein Buffet. Ich war ja auch der einzige Gast und der Tisch bog sich bei alldem was dort aufgetragen wurde. Also war ich wieder ein wenig versöhnt und startete nachdem ich mich gestärkt hatte, in einen neuen Radtag.

Heute hatte ich den „Siel“-Tag. Von Hage aus fuhr ich über Dornumersiel, Bensersiel, Neuharlingersiel, Harlesiel letztlich nach Jever. Ich hatte Gegenwind und jede Menge Regen. Ab Bensersiel, wo ich meine Regenkleidung angezogen hatte, bis zum Ende der heutigen Tour hat es ununterbrochen geregnet. Eigentlich hatte ich geplant an der Küste weiterzufahren bis nach Schillig und wollte dann weiter über Hooksiel nach Jever. Aufgrund der Wetterlage bin ich bereits in Harlesiel rechts in Richtung Jever abgebogen. In der Touristeninformation habe ich mich nach einem Zimmer erkundigt. Hat gut geklappt. Die Pensionswirtin hat meine nasse Kleidung umgehend in einen Trockner gesteckt. Das fand ich nett. Nicht nett fand ich, das ausgerechnet heute das „Friesische Brauhaus zu Jever“ Ruhetag hatte. Darauf hatte ich mich schon gefreut. Jetzt war mir die Lust vergangen, mich aufzuraffen um in ein anderes Lokal zu zu gehen. Also aß ich, was noch in der Radtasche war.

Tagesdaten: 76,39 Kilometer | 60 Höhenmeter | 5:40 Stunden Fahrzeit | 

⇒ Dienstag, 21.06.2016

Von Jever über Wilhelmshaven nach Butjadingen

Als ich morgens die Vorhänge beiseite geschoben habe, war sie endlich da: Die Sonne. So freute ich mich wieder auf den neuen Radtag der heute von Wilhelmshaven nach Butjadingen führen sollte. Dort hatte ich schon ein Zimmer reserviert und brauchte mir somit keinen Stress zu machen. In Wilhelmshaven angekommen, hätte ich es mir auch ganz einfach machen und die Fähre über den Jadebusen nach Eckwarderhörne nehmen können.

Das Wetter war schön, fast schon zu heiß aber eine Entschädigung für die letzten Tage. Ich lag auch gut in der Zeit. Also entschied ich mich, um den Jadebusen herumzufahren. So fuhr ich über Dangast, Diekmannshausen, Augustgroden, Iffens weiter nach Eckwarden.

Abends spielte die Deutsche Nationalmannschaft bei der EM in Frankreich und gewann 1:0 gegen Nordirland. Ich sah das Spiel mit geschätzt 100 Fans auf einer Großleinwand im Saal der Gaststätte. War schon toll.

Zufrieden und froh über den schönen Tag bin ich schlafen gegangen.

⇔ Tagesdaten: 86,81 Kilometer | 107 Höhenmeter | 6,34 Stunden Fahrzeit | 

⇒ Mittwoch 22.06.2016

Von Butjadingen nach Bad Bederkesa
Heute war der letzte Radtag dieser Tour. Also ließ ich es mir noch einmal gut gehen, genoss das Frühstück und hatte noch nette Gespräche mit anderen Radlern, die auch unterwegs waren und dort übernachtet haben. Ist schon interessant zu erfahren, wo die Radler überall unterwegs sind. Ich suche immer die Gespräche mit anderen Radfahrern. Das ist netter und einfacher als zu Hause sitzend alles im Internet zu suchen. 

Als ich auf dem Rad saß, fuhr ich vom Hotel aus nach Ruhwarden, Burhave und weiter nach Blexen. Dort überquerte ich die Weser und kam in Bremerhaven an. Ich kenne die Stadt, hatte beruflich dort oft zu tun. So nahm ich gleich Kurs auf Bad Bederkesa, wo ich gegen 14.00 Uhr ankam. Hier solle meine Radtour durch Ostfriesland enden. Ich ließ mich von meiner Frau abholen, weil ich eine weitere Übernachtung auf dieser Tour verhindern wollte.

Es hat wieder Spaß gemacht eine mehrtägige Tour zu fahren, wenngleich ich auf den starken Regen gern verzichtet hätte.

Leider habe ich vergessen am Ziel dieser Reise meine Navigation abzuschalten, sodass auch die PKW-Kilometer mitgerechnet wurden. Grob mit einem Routenplaner berechnet müssten es heute 63 Kilometer gewesen sein. Aber egal. Wichtig ist, dass es wieder Spaß gemacht hat.

Tagesdaten: 63,00 Kilometer | (geschätzt)

Auf meiner Tour durch Ostfriesland habe ich hier übernachtet:

Heidehof Jansen-Olliges
Neulorup 22
26169 Friesoythe-Gehlenberg
Telefon 04493-921 303

Zimmer kann man hier nicht mieten sondern nur kleine Blockhütten. War schön. Leckeres Abendessen und gutes Frühstück gibt es im Restaurant gleich nebenan. 

Ferienwohnung in Pogum
Kirchring
26844 Jemgum

 

Gebucht habe ich über die Touristeninformation in Weener
Telefon: 04951. 305 500

Hotel Schatthaus
Schaffhauser Weg 2
26736 Greetsiel
Telefon 04926. 1711

Das Zimmer war klein aber sehr sauber. Ein leckeres Frühstücksbuffet. Da freut man sich auf den Radtag. 

Griechisches Lokal mit Zimmervermietung
Hauptstraße
26524 Hage/Ostfriesland

Wenngleich das Zimmer nicht meinen Vorstellungen von Sauberkeit entsprach, so war ich vom reichhaltigen Frühstück mehr als überrascht.

Pension in Jever

Gebucht über Touristeninformation in Jever

Hotel Eckwarder Hof
Eckwarder Straße 34
26969 Butjadingen
Telefon 04736. 1654

Hier habe ich mich sehr wohl gefühlt. Und die Übertragung des EM-Spiel der Deutschen Nationalmannschaft mit 100 Fußballverrückten Fans anzusehen war schon toll.

Nach einem guten Frühstück starte ich am nächsten Morgen zu meinem letzten Radtag bei dieser Tour.