Sehenswertes Buxtehude
Mit der Kamera durch die Hansestadt

Buxtehude, gibt es das wirklich?

Diese Frage höre ich oft, wenn ich mit dem Fahrrad unterwegs bin und über meine Heimatstadt spreche. Ja, die Stadt gibt es wirklich und sie ist wunderschön.

Einer Sage nach soll hier, auf der Buxtehuder Heide, der Wettlauf zwischen dem Hasen und dem Igel stattgefunden haben. Die Einzelhändler in der Innenstadt nehmen das nun zum Anlass, mit den Figuren zu werben und stellen sie vor ihre Geschäfte. 

Buxtehude, schlau, wer schon da ist“.

Diverse Daten

Im Jahr 1285 wurde Buxtehude erstmals urkundlich erwähnt. Heute ist es die zweitgrößte Stadt im Landkreis Stade und hat mehr als 40.000 Einwohner. Die Fachwerkhäuser in der Altstadt sind liebevoll restauriert und liegen teils am innerstädtischen Fleth und an Straßen mit Kopfsteinpflaster. 2014 wurde Buxtehude der Namenszusatz „Hansestadt“ verliehen. Ein Titel, den Buxtehude bereits um 1360 innehatte.

Kirche St.Petri
Adresse: Petri Platz


Die evangelische Kirche St. Petri in Buxtehude ist eine Backstein-Basilika. Der neugotische Turm prägt das Stadtbild der Hansestadt. Die Grundsteinlegung der Kirche erfolgte im Jahr 1285. Im Jahr 1853 wurde der Turm durch einen Blitzschlag zerstört und nach Plänen eines Hamburger Architekten wieder aufgebaut.

Historisches Rathaus
Adresse: Breite Straße

Das Rathaus von 1418 und umliegende Gebäude wurden bei einem Brand im Jahr 1911 zerstört. Bei dem Neubau, er wurde 1914 eingeweiht, handelt es sich um einen Backsteinbau mit Eckturm. Wandbilder zeigen im Ratssaal Bilder aus der Stadtgeschichte der Hansestadt sowie Landschaften der Umgebung.

Heute beherbergt das Rathaus die Touristeninformation und das Standesamt.

Der Hafen in Buxtehude
Adresse: Am Hafen

Während in Hamburg, Lüneburg und Stade der Hafenbetrieb von der einen Seite des Flusses auf die gegenüberliegende hinüber gewachsen ist, wurde Buxtehude als erste deutsche Stadt planmäßig um ein zentrales Hafenbecken herum gebaut. Sie war damit die modernste Hafengründung auf deutschem Boden.

Frachtschiffe, die früher die Ware auf der Elbe entgegennahmen und über die Este nach Buxtehude brachten, kommen schon lange nicht mehr. Hier ankern jetzt Freizeitskipper und es starten Barkassenfahrten in den Hamburger Hafen.

Besonders schön sind solche Fahrten während der Blütezeit im Mai.

Statue „Stier mit Knabe“
Standort: Breite Straße


Die Skulptur von Friso Müller-Belecke „Stier mit Knabe“ spiegelt den Zeitgeist der Kunst Anfang der 1980er Jahre wider. Der Stier in Lebensgröße ist ein Kontrast zu dem schmächtigen Jungen auf seinem Rücken.

Historische Fachwerkhäuser am Fleth
Adresse: West- und Ostfleth


Hier lässt sich erahnen, wie früher in Buxtehude gebaut wurde. Im Fachwerkstil. Der Westfleth mit seinen schönen Fachwerkhäusern vermittelt noch einen ungefähren Eindruck.

Hansekogge
Standort: Kreisverkehr Estebrügger Straße

Die Hansekogge wurde nach Originalbauplänen im Maßstab 1:3 in einer Buxtehuder Schlosserei gefertigt. Buxtehude hat damit eine neue Sehenswürdigkeit die auf dem Kreisverkehr an der Estebrügger Straße ihren Platz gefunden hat. 

Sie ist fast acht Meter lang und hat einen etwa sechs Meter hohen Mast. An der Bordwand sind die neun Ortswappen und das Wappen der Stadt Buxtehude zu sehen. Das Segel zeigt das Kreuz der Hanse und das Stadtwappen von Buxtehude.

Hase und Igel in Buxtehude
Standort: Diverse Standorte vor den Geschäften in der Innenstadt
und in der Bahnhofstraße

Einer Sage nach soll hier, auf der Buxtehuder Heide, der Wettlauf zwischen dem Hasen und dem Igel stattgefunden haben. Die Einzelhändler in der Innenstadt nehmen das nun zum Anlass, mit den Figuren zu werben und stellen sie vor ihre Geschäfte.

Bild: Fotomontage

Buxtehuder BULLEvard
Buxtehude-Altkloster / Bahnhofstraße / Altstadt

Um die Preisträger des Jugendliteraturpreises „Buxtehuder Bulle“ zu würdigen, entstand der Buxtehuder BULLEvard der vom Stadtteil Altkloster in die Bahnhofstraße und weiter in die historische Altstadt führt.

Seit 2011 werden die Namen der Preisträger auf Messingplatten graviert und in das Pflaster der Gehwege eingelassen.

Statue „Der Flethenkieker“
Adresse: Ostfleth

Die Aufgabe eines Flethenkiekers war es, die Wassertiefen in den Fleethen zu überwachen und bei Hochwasser Alarm zu schlagen um die Anwohner zu warnen.

Marschtorzwinger
Adresse: Liebfrauenkirchhof 10

Der Marschtorzwinger ist der letzte von ursprünglich fünf Türmen der Stadtbefestigung in Buxtehude. Heute wird er für Ausstellungen genutzt.

Der Stavenort
Adresse: Stavenort

Der Stavenort ist nur einen Steinwurf vom Petri Platz entfernt. Der Name leitet sich aus der früheren Bezeichnung für eine Badestube ab, die „Stave“ genannt wurde und sich bereits um 1570 hier befunden haben soll. 

Heute ist hier der kulturelle Mittelpunkt Buxtehudes. Am Stavenort ist das Buxtehuder Stadtarchiv, das Glockenspiel und das neu gestaltete Museum der Hansestadt.

Glockenspiel
Standort: Stavenort

Das Glockenspiel mit 24 Glocken wurde in Neustadt/Holstein gebaut und durch Spenden überhaupt möglich gemacht.

Je nach Jahreszeit ertönen unterschiedliche Melodien. Zu hören sind sie täglich um 11.30Uhr, 15.30Uhr und um 16.30Uhr

Strandzeichen
Standort: Hafenbrücke/Nordviver

Seit 1981 trotzt das Strandzeichen des Künstlers Wulf Kirschner Wind und Wetter im Flüsschen Viver.

Das besondere ist, dass diese fast kreisrunde Scheibe aus einzelnen Hölzern zusammensetzt ist, die der Künstler am Strand der Nordsee und am Ufer der Elbe gefunden hat.

Malerschule
Adresse: Hafenbrücke

Die erste Malerschule in Deutschland wurde im Jahr 1877 in Buxtehude gegründet. Hier machten Maler und Lackierer ihre Meisterausbildung.

Da aber die Schülerzahlen immer weiter zurückgingen, wurde die Schule 2016 geschlossen. Heute wird das ansehnliche Gebäude für Seminare, Ausstellungen und Handwerkermessen genutzt.

Hochschule 21
Adresse: Harburger Straße


Seit 1875 ist Buxtehude Standort einer höheren Bildungseinrichtung. Später wurde es die Staatliche Ingenieurakademie für Bauwesen. Ab 1971 wurde daraus die Fachhochschule Nordniedersachen. Die Umbenennung in Hochschule 21 erfolgte im Jahr 2004.

Halepaghen-Brunnen
Standort: Petriplatz in der Innenstadt

Halepaghe wurde um 1430 in Buxtehude geboren. Er bekleidete wichtige Kirchenämter und war Zeit seines Berufslebens auf Recht und Ordnung innerhalb der katholischen Kirche bedacht. Er war als Lehrer auch tatkräftiger Gestalter der Lateinschule in Buxtehude. Er strebte an, religiöses Wissen und Allgemeinbildung zu vereinigen. Das Vermögen, dass er durch eigene Arbeit, Verkäufe aus Landbesitz und Verpachtungen von Ländereier erworben hatte, ging nach seinem Tod im Jahr 1485 in eine Stiftung über.

Die Stiftung gilt als einer der ältesten in Deutschland und fördert noch heute Stipendien und kulturelles Engagement. Sein Denkmal steht auf dem Petri-Platz.

Der Siebte Schornstein
Adresse: Hafenbrücke

Der Siebte Schornstein“ ist im Rahmen der Ausstellung A WHITER SHADE OF PALE – Kunst die aus den nordischen Ländern an der Unterelbe in Trägerschaft des Landesverbandes Stade errichtet worden. Die sechs Vorläufer der Buxtehuder Schonsteinskulptur sind in Schweden, Südkorea, Finnland und Deutschland entstanden. Jede Schonsteinskulptur ist jeweils einen Meter höher als ihr Vorgängerbau.

Alte Markthalle
Adresse: Kirchenstraße

Die Alte Markthalle wurde ursprünglich als Viehmarkthalle gebaut. Das war im Jahr 1912. Im Herbst 1990 wurde in der Markthalle das Buxtehuder Brauhaus eröffnet. Dort konnte man nicht nur die selbst gebrauten Biere genießen sondern auch gut und deftig essen.

Dann kam 2011 der Umbau des Buxtehuder Rathausquatiers. Das Brauhaus wurde geschlossen. Sehr schade. Dort, wo damals unser Stammtisch stand, steht heute Kleidung von diversen Modelabels. Außerdem „beherbergt“ das Brauhaus auch die Technikräume für die neu gebauten Modeläden.



Hase und Igel Brunnen
Standort: Lange Straße / Ecke Ritterstraße

Einer Sage nach soll auf der Buxtehuder Heide der Wettlauf zwischen dem Hasen und dem Igel stattgefunden haben. An das ungleiche Rennen erinnert der Brunnen in der Langen Straße (Ecke Ritterstraße).

Die Geschichte des Wettlaufs wurde erstmals 1840 von Wilhelm Schröder veröffentlicht und ist auf der Internetseite der Hansestadt Buxtehude nachzulesen.

Gedenktafel zu den Hexenprozessen in Buxtehude
Standort: Historisches Rathaus / Lange Straße

Die Stadt Buxtehude gedenkt mit dieser Tafel der Frauen, die in den Jahren von 1500 bis 1644 der Hexerei bezichtigt wurden. Sie wurden angeklagt und teilweise grausam gefoltert. Nachgewiesen ist, dass 15 Frauen getötet wurden.

Pfingstmarkt in Buxtehude-Neukloster

Gewinne, Gewinne, Gewinne. Der Pfingstmarkt in Neukloster ist seit über 140 Jahren ein fester Bestandteil im Veranstaltungskalender der Stadt Buxtehude. Nach der Zwangspause durch die Pandemie fand der Markt Pfingsten 2022 wieder statt.

Wintermärchen in Buxtehude

Der Weihnachtsmarkt, in Buxtehude Wintermärchen genannt, fand 2021 unter Corona-Bedingungen statt.

Der Parkplatz an der Hansestraße wurde für das Wintermärchen liebevoll umgestaltet und freute sich auf die Besucher und Besucherinnen.